Jahresbericht 2025 und Budget 2027
2025 standen das Entlastungspaket 2027 und der Sprachenunterricht im Fokus der EDK.
Im Jahr 2025 drehten sich viele Diskussionen in der EDK um den Sprachenunterricht in der obligatorischen Schule und um das Sparprogramm des Bundes, das sogenannte Entlastungspaket 2027 (EP27). Daneben fassten die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren verschiedene Beschlüsse betreffend Bildung, Kultur und Sport. So soll zum Beispiel geprüft werden, wie die Zulassung von Berufsmaturandinnen und -maturanden zur Ausbildung von Lehrpersonen optimiert werden kann.
Ohne Investitionen kann sich das Bildungssystem in der Schweiz weder erhalten, noch weiterentwickeln. Die geplanten Kürzungen im Rahmen des EP27 hätten im Gegenteil beträchtliche Konsequenzen, auch wenn diese erst in einigen Jahren deutlich sicht- und spürbar wären. Spätere Korrekturmassnahmen würden nicht nur ein Vielfaches kosten und viel Zeit beanspruchen. Sie würden auch den Wohlstand in der Schweiz gefährden. Die EDK diskutierte das Sparpaket des Bundes daher mehrfach intensiv und formulierte ihre Kernanliegen. Im Fokus stehen drei konkrete Forderungen:
- Die Grundbeiträge an die Hochschulen gemäss BFI-Botschaft müssen unverändert bleiben.
- Die Forschung muss weiter finanziert werden.
- Die Beiträge für die Weiterbildung dürfen nicht gekürzt werden.
Die Diskussion um den Sprachenunterricht hing ihrerseits nicht nur direkt mit vielen kantonalen Vorstössen zusammen. Sie bezog sich auch auf die Resultate der Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen 2023. Diese haben gezeigt, dass die Kantone zwar harmonisiert unterwegs sind und damit ihren Auftrag gemäss Bundesverfassung nach Art. 62 Abs. 4 erfüllen. Gleichzeitig erreichen viele Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen und damit die gemeinsam festgelegten Bildungsziele in der Schulsprache und den Fremdsprachen am Ende der obligatorischen Schule nicht. Anpassungsbedarf besteht aus Sicht der EDK insbesondere bei den Bildungszielen und den sprachregionalen Lehrplänen. Weiter soll der Spielraum von Art. 4 des HarmoS-Konkordats zum Sprachenunterricht ausgelotet werden. Mit einer Erklärung bekräftigt die EDK ihren Willen, die Koordination des Sprachenunterrichts auch künftig sicherzustellen und den Harmonisierungsauftrag weiter umzusetzen.
Bereits im Juni beschloss die EDK, die Zulassung von Berufsmaturandinnen und -maturanden zur Ausbildung von Primarlehrpersonen zu optimieren. Sie prüft konkret Optionen für eine direkte Zulassung. Voraussetzung dafür sind entsprechende fachliche Begleitmassnahmen. Die fachliche Anschlussfähigkeit und damit der Studienerfolg sollen auch in Zukunft gewährleistet bleiben.
Die EDK-Plenarversammlung hat am 18. Juni 2026 das ordentliche Budget der EDK für das Jahr 2027 verabschiedet. Es beträgt CHF 16 791 720.– und umfasst die Aufwendungen für die Umsetzung aller Konkordate (Schulkonkordat, Diplomanerkennungsvereinbarung, alle Finanzierungs- und Freizügigkeitsvereinbarungen sowie weitere Konkordate). Hinzu kommen Projektkosten in der Höhe von CHF 5 179 000.–. Die Gesamtsumme des ordentlichen Budgets und der Projekte vergrössert sich damit im Jahr 2027 gegenüber dem Vorjahr um 1.05 %.
Dokumentation:
Zum Jahresbericht EDK 2025
Zum Beschluss Budget EDK 2027
