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Medienmitteilung vom 23.9.2018

Bestätigung des EDK-Sprachenmodells auch im Kanton Graubünden

Bern, 23.9.2018. Nach den Abstimmungen in den Kantonen Nidwalden, Zürich, Luzern und Basel-Landschaft lehnt auch das Stimmvolk des Kantons Graubünden eine Initiative zur Veränderung des Fremdsprachenunterrichts in der obligatorischen Schule ab. Der Vorstand der EDK zeigt sich erfreut über den Ausgang der Abstimmung.

Das Stimmvolk des Kantons Graubünden hat am heutigen Abstimmungssonntag die kantonale Volksinitiative zur Anpassung des Gesetzes für die Volksschulen in der Fremdsprachenfrage abgelehnt. Die Initiative hätte verlangt, dass auf der Primarstufe nur noch eine Fremdsprache (je nach Sprachregion Deutsch oder Englisch) obligatorisch unterrichtet wird und die zweite Fremdsprache erst auf der Sekundarstufe I einsetzt. Die Initiative hätte u.a. dazu geführt, dass in den deutschsprachigen Gebieten des dreisprachigen Kantons Graubünden Englisch zur ersten obligatorischen Fremdsprache geworden wäre.

Mit der Ablehnung der Initiative hält der Kanton Graubünden am Unterricht einer zweiten Landessprache resp. einer zweiten Kantonssprache und Englisch ab der Primarstufe fest. Er spricht sich damit für diejenige Lösung beim Sprachenunterricht aus, auf die sich die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren 2004 geeinigt haben und die ins HarmoS-Konkordat von 2007 eingeflossen ist. Bislang haben 23 Kantone (ausser AG, AI, UR) ihren Sprachenunterricht gemäss den Eckwerten der Sprachstrategie von 2004 ausgestaltet. Der Kanton Aargau plant eine Anpassung per 2020/2021.

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